Abmeldung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber bei der Krankenkasse am Ende des Arbeitsverhältnisses

Grundsatz: Bei Beendigung der versicherungspflichtigen oder geringfügigen Beschäftigung hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmer bei der zuständigen Krankenkasse (in der Regel innerhalb von 6 Wochen) abzumelden.

gesetzliche Regelung:Gesetzliche Grundlage  ist § 28a SGB IV. In § 8 DEÜV sind weitergehende Regelungen für die Abgabe der Anmeldung enthalten.

Beim Ausscheiden des Arbeitnehmers aus dem Arbeitsverhältnis hat der Arbeitgeber mit der nächsten folgenden Lohn- und Gehaltsabrechnung, spätestens innerhalb von 6 Wochen nach ihrem Ende der zuständigen Einzugsstelle (Krankenkasse) zu melden. An- und Abmeldung können gleichzeitig vorgenommen werden, wenn innerhalb der Abgabefrist einer Anmeldung das Arbeitsverhältnis endet und noch keine Anmeldung erstattet wurde.

Besteht das Arbeitsverhältnis fort, hat aber der Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Arbeitsentgelt, gilt das Beschäftigungsverhältnis maximal bis für 1 Monat als fortgesetzt. Danach hat die Abmeldung zu erfolgen.

Daten der Abmeldung

Die Entgeltmeldungen müssen bei einer Abmeldung nachfolgende Daten zur Unfallversicherung enthalten:

  • Betriebsnummer
  • Unfallversicherungsmitgliedsnummer
  • Betriebsnummer des Unfallversicherungsträgers, dessen Gefahrtarifstelle angewendet wird,
  • anzuwendende Gefahrtarifstelle,
  • beitragspflichtiges Arbeitsentgelt in Euro,
  • Zeitraum, in dem das angegebene Arbeitsentgelt erzielt wurde sowie
  • geleistete Arbeitsstunden.

Anwalt A. Martin

6 Gedanken zu „Abmeldung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber bei der Krankenkasse am Ende des Arbeitsverhältnisses“

  1. Schwerbehindert in behinderten Werkstatt, Unfall LRA-meldet Arbeitsverhältnis ab, was tun
    100% schwebh.Merkz.: B + H G+RF

    Antworten
  2. Mein Sohn hat 2 Jahre befristet gearbeitet, sich aber im Anschluss NICHT beim Amt gemeldet.
    Die AOK verlangt jetzt ca 20.000 E ( Höchstsatz ! ), da ER sich nicht abgemeldet hat. Hätte das nicht der ARBEITGEBER machen müssen??

    Antworten
    • Hier sollten Sie sich von einem Rechtsanwalt / Fachanwalt für Arbeitsrecht vor Ort beraten lassen ggfs. von einem Fachanwalt für Sozialrecht.

      Antworten

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